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UVNord‐Präsident Wachholtz auf dem 51. Grünkohlessen:

Für die wirtschaftliche Entwicklung muss eines der wichtigsten Themen der nächsten Jahre das Thema „Investitionen“ sein!


In Schleswig-Holstein muss das Nahziel in der nächsten Legislaturperiode sein, die zentralen Infrastrukturprojekte
ihrer Vollendung deutlich näher zu bringen!

Hauptrednerin der diesjährigen Veranstaltung war die Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen

Kiel. Beim mittlerweile 51. Grünkohlessen der Unternehmensverbände im Kieler Schloss, an dem über 400 Gäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens teilnahmen, unter Ihnen zahlreiche Vertreter des Kabinetts, formulierte UVNord-Präsident Uli Wachholtz klare Worte an die Gäste.

In der Begrüßung führte Wachholtz aus, dass für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland eines der wichtigsten Themen der nächsten Jahre das Thema „Investitionen“ sein müsse. Seit der Jahrtausendwende sei die Investitionsquote stetig gesunken – um mittlerweile rund 25 %. Dies sei volkswirtschaftlich kein gutes Zeichen, kein haltbarer Zustand. „Im Ergebnis verzehren wir unseren Kapitalstock oder investieren in anderen Ländern. Wir haben zu wenig Zutrauen in unsere eigenen Märkte und leben und wirtschaften in Deutschland auf Verschleiß. Das bedeutet ganz klar, dass die Rahmenbedingungen für Investitionen in Deutschland deutlich verbessert werden müssen. Nur Investitionen können unseren Wohlstand erhalten und steigern. Weil die öffentliche Infrastruktur zu den wichtigsten Rahmenbedingungen für eine vitale

Wirtschaft und Gesellschaft gehört, müssen wir auch den Investitionsanteil an den Haushalten von Bund und Ländern wieder deutlich erhöhen und das nachhaltig.“

In Bezug auf Schleswig-Holstein betonte Wachholtz, dass das Nahziel in der nächsten Legislaturperiode sein müsse, die zentralen Infrastrukturprojekte ihrer Vollendung deutlich näher zu bringen – von „Fertigstellung“ wage man angesichts der gemachten Erfahrungen im Moment gar nicht zu sprechen.

Mit Blick auf Europa machte Wachholtz deutlich, dass die hausgemachten Probleme in der EU der Wirtschaft Sorgen bereite. Die noch nicht absehbaren Konsequenzen des Brexit-Referendum, die immer weiter steigende Verschuldung Italiens, die immerhin schon 23 % der Euro-Gesamtverschuldung ausmacht, zum Vergleich: Griechenland 3 %. „Zuletzt haben uns die Wallonen gezeigt, dass die EU, die als Wirtschafts- und Freihandelsunion gestartet war, als internationaler Vertragspartner unzuverlässig geworden ist und das ausgerechnet in der Frage des Freihandels, dem wir im Wesentlichen unseren Wohlstand verdanken. Brexit, CETA und natürlich auch TTIP sind starke Signale, dass wir die EU konsequent weiterentwickeln müssen.“

Abschließend gab er der Bundesministerin der Verteidigung mit auf den Weg: „Die wehrtechnische Industrie in Schleswig-Holstein ist gut aufgestellt. Sie ist in vielen Bereichen ein verlässlicher und qualifizierter Partner der Bundeswehr, wie unser „Arbeitskreis Wehrtechnik“ nicht müde wird festzustellen. Das gilt insbesondere für den Marineschiffbau. Und hier ist die beabsichtigte Neubeschaffung von Korvetten für die Marine eine passende Gelegenheit für schleswig-holsteinische Werften, ihre Leistungsfähigkeit erneut unter Beweis zu stellen. Hier ist nicht nur die ausgewiesene Expertise in Unterwassermarineschiffbau beheimatet, hier wurden auch – wie jüngst unter Beweis gestellt – in einer Werftenkooperation modernste Überwassermarineschiffe im Zeit- und Kostenplan gebaut und abgeliefert. Es bietet sich daher an, die Expertise in das Neubauprogramm für die Korvetten einzubeziehen.“

Hauptrednerin der diesjährigen Veranstaltung war die Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Ursula von der Leyen.

Das Grußwort für die schleswig-holsteinische Landesregierung hielt der Ministerpräsident Torsten Albig.

Die vollständige Rede des UVNord-Präsidenten kann unter www.uvnord.de heruntergeladen werden.


UVNord ist der wirtschafts- und sozialpolitische Spitzenverband der norddeutschen Wirtschaft. UVNord vertritt über seine 86 Mitgliedsverbände die Interessen von mehr als 42.300 Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein in denen heute rund 1,56 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung finden. UVNord ist zugleich die schleswig-holsteinische Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).


03.11..2016

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