Presse

Unternehmertag Nord 2017: „Investitionen in die Zukunft“

Wachholtz: Nicht Umverteilen, sondern Erwirtschaften muss die politische Diskussion bestimmen.

Große Sehnsucht nach mittelstandsfreundlicher Politik!

Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland

Dr. Angela Merkel spricht vor 1.500 geladenen Gästen

Rendsburg/Fockbek. Der Unternehmertag von UVNord – Vereinigung der Unternehmens­verbände in Hamburg und Schleswig-Holstein fand im Hobby-Wohnwagenwerk unter dem Motto „Investitionen in die Zukunft“ mit über 1.500 geladenen Teilnehmern statt. Zu den Gästen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens sprach die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Dr. Angela Merkel. In einer vom Chefredakteur des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages, Herrn Stefan Hans Kläsener moderierten Podiumsdiskussion zum Thema „Schleswig-Holstein vor der Landtagswahl“ diskutierten Daniel Günther, MdL, Vorsitzender der CDU Schleswig-Holstein, Dr. Robert Habeck für Bündnis 90 / Die Grünen Schleswig-Holstein, Dr. Ralf Stegner, MdL, Landesvorsitzender der SPD Schleswig-Holstein, Christopher Vogt, MdL, stellvertretender Fraktions- und Landesvorsitzender der FDP Schleswig-Holstein sowie Jette Waldinger-Thiering, MdL, für den Südschleswigschen Wählerverband (SSW).

In der Eröffnungsrede machte UVNord-Präsident Uli Wachholtz deutlich: „Das diesjährige Generalthema lautet „Investitionen in die Zukunft“. „Der eine oder andere wird sich fragen, warum? – Uns geht es wirtschaftlich betrachtet doch gut, selten hatten wir so wenig Arbeitslose, selten hatten wir so viel sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, selten waren Produkte „Made in Germany“ so gefragt wie heute und selten so hoch ist deshalb unser Exportüberschuss. In dieser Situation neigt man auch in der Politik dazu, sich zurückzulehnen, Erreichtes zu betonen und läuft Gefahr, sich darauf auszuruhen. Doch tatsächlich leben wir in Deutschland – und das gilt insbesondere für den Norden – zunehmend von der Substanz. Marode Brücken, Tunnel und Straßen sind ein beredtes Beispiel für den Substanzverzehr, – sind die Quittung für unterlassene Investitionen in die Zukunft unseres Landes. Und wenn dann noch die Erkenntnis reift, etwas zu tun, dann dauert es entweder sehr lange, wie bei der Fahrrinnenanpassung der Elbe, dem Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals oder der Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels. Oder es dauert unerträglich lange, wie bei der A20 mit Elbquerung bei Glückstadt westlich von Hamburg und bei der Hinterlandanbindung der festen Querung über den Fehmarnbelt. Weitere Baustellen sind die Energiewende samt Netzausbau, die Breitbandversorgung oder der zum Teil desolate Zustand unserer Schulen. Vor diesem Hintergrund erfüllt es uns mit Sorge, wenn in der politischen Diskussion das Umverteilen Wiederauferstehung feiert – über das Erwirtschaften aber kaum gesprochen wird. Und das in Zeiten, in denen erstmals nahezu jedem klar ist, dass die Demografie in den nächsten Jahren erst unerbittlich und unumkehrbar größte Auswirkungen auf die Finanzierung unserer Gesundheitssysteme, Altersvorsorge und die öffentlichen Haushalte hat“.

Mit der Hoffnung, dass nach dem 7. Mai in der neuen Legislaturperiode des Schleswig-Holsteinischen Landtages vieles nicht nur einfach anders, sondern vor allem besser wird, der Mittelstand wieder die angemessene Anerkennung erfährt, um in Wachstum und Beschäftigung in die Zukunft des Landes zu investieren, schloss Wachholtz die Begrüßung.

An die Bundesregierung unter Führung der Bundeskanzlerin gerichtet, betonte der UVNord-Präsident: „In Berlin ist in dieser Legislatur nicht alles, aber vieles erreicht worden. Der Bundeshaushalt, die Situation auf dem Arbeitsmarkt, das Gesetz zur Tarifeinheit – all das und mehr sind Belege für erfolgreiches Wirken, auch wenn ich zugeben muss, dass uns nicht alles in Euphorie versetzt hat, was an Vorhaben aus der Taufe gehoben wurde. Daher werde ich die Rente mit 63 oder die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns – nur um ein paar Beispiele zu nennen – überhaupt nicht erwähnen. Bei den auch für uns jedoch erkennbaren Erfolgen ragt einer ganz besonders heraus: Die Bewältigung der Flüchtlingswelle. Die norddeutsche Wirtschaft wird wie in der Vergangenheit das Werkstor weit öffnen für Ausbildung und Beschäftigung der zu uns Kommenden.

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) ist seit 2013 Partner des Unternehmer­tages Nord und hat in diesem Jahr das Thema „Digitalisierung“ in den Vordergrund gerückt. Für den Unternehmertag wurde eigens eine Umfrage konzipiert, mit der die Bedeutung und der Grad der Digitalisierung im schleswig-holsteinischen Mittelstand erhoben wurden. Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse werden im Nachgang an den Unternehmertag veröffentlicht.

UVNord ist der wirtschafts- und sozialpolitische Spitzenverband der norddeutschen Wirt­schaft. UVNord vertritt über seine 86 Mitgliedsverbände die Interessen von mehr als 42.300 Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein in denen heute rund 1,56 Milli­onen Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung finden. UVNord ist zugleich die schleswig-holsteinische Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

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28.04.2017

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