Presse

Norddeutsche Wirtschaft zieht positive Halbjahresbilanz

Optimismus prägt Auftragserwartung bis Ende September


UVNord-Präsident Wachholtz: Brexit, Schwäche auf wichtigen Absatzmärkten und nachlassende Investitionen der öffentlichen Hand ziehen merklich Investitionszurückhaltung der Unternehmen nach sich.


Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter stabil

Hamburg. „Die norddeutsche Wirtschaft präsentiert sich im Sommer 2016 in solider Verfassung und blickt auf ein positiv verlaufenes 1. Halbjahr zurück. Die Auftragseingänge und Umsätze haben sich im Vergleich zum Vorjahr zufriedenstellend entwickelt. Die Auftragserwartung bis Ende September wird von Optimismus geprägt. Rund jedes dritte der befragten Unternehmen erwartet steigende Auftragseingänge. Die Investitionsbereitschaft bleibt aber weiterhin sehr verhalten. Unsicherheiten auf den Weltmärkten, der Brexit, ungelöste Probleme in Griechenland, der IS-Terror im vorderen Orient, das leidige Thema Erbschaftssteuer und keine Anzeichen für eine mittelstandsfreundliche Politik in Berlin drücken auf die Stimmung und schlagen sich in niedrigen Investitionsquoten nieder. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist erfreulich stabil.“ 

Dieses Resümee aus der UVNord-Sommer-Konjunkturumfrage in Hamburg und Schleswig-Holstein zog UVNord-Präsident Uli Wachholtz auf der Sommerpressekonferenz seiner Organisation in Hamburg. 

Das Gesamtergebnis der Sommerumfrage zeigt, dass die norddeutsche Wirtschaft nach den ersten beiden Quartalen 2016 auf einem insgesamt guten Kurs ist. 43 % der befragten Unternehmen vermelden im 1. Halbjahr gestiegene Umsätze. Der Auftragseingang ist bei 39 % der befragten Unternehmen im 1. Halbjahr dieses Jahres gestiegen. Die Investitionsneigung ist nach wie vor verhalten. Nur 22 % der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionen gegenüber dem Vorjahr erhöhen, 23 % aber wollen ihre Investitionen einschränken.

Die Auftragserwartung der Unternehmen bis Ende September 2016 fällt positiv aus. 31 % der befragten Unternehmen rechnen mit steigenden, 56 % mit gleich bleibend hohen und nur 13 % mit sinkenden Auftragseingängen.

Die Situation in den verschiedenen Branchen ist nur unwesentlich unterschiedlich. Die Chemische Industrie vermeldet leicht überdurchschnittliche Zahlen und Erwartungen, nach verhaltenen Aussagen im Frühjahr.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist erfreulich stabil. Es werden weiterhin sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen.

Die vollständigen Ergebnisse der Blitzumfrage können unter www.uvnord.de abgefordert werden.

UVNord ist der wirtschafts- und sozialpolitische Spitzenverband der norddeutschen Wirtschaft. UVNord vertritt über seine 86 Mitgliedsverbände die Interessen von mehr als 42.000 Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein, in denen heute rund 1,56 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung finden. UVNord ist zugleich die schleswig-holsteinische Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

 

22.07.2016

 

Umfrage als PDF

Zusammenfassung als PDF