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Schleswig-Holsteinische Wirtschaft begrüßt Flüchtlingskonferenz

UVNord-Präsident Wachholtz:

„Wir werden aktiv für die Zurverfügungstellung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen werben und ein Maßnahmenbündel schnüren, um die Chancen für schnelle Integration zu verbessern.“


Kiel. Die Wirtschaft Schleswig-Holsteins begrüßt die heute in Kiel stattfindende Flüchtlingskonferenz und hat der Landesregierung ihre Unterstützung zugesagt. UVNord-Präsident Uli Wachholtz unterstrich die Bedeutung der Zuwanderung für die Gesellschaft und die Wirtschaft. Er machte deutlich, dass durch zügigere Asylverfahren, durch schnelleren und intensiveren Sprachunterricht sowie durch verkürzte Verfahrensfristen hinsichtlich der Arbeitsgenehmigungen die Integration besser gelingen könne. Integration sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur gemeinsam gelingen könne. Um noch mehr Akzeptanz der Bevölkerung für die Integration zu erreichen, müsse aber auch deutlich gemacht werden, dass Asylverfahren für diejenigen, die aus rein wirtschaftlichen Gründen aus sicheren Drittstaaten zu uns kommen, nicht geeignet seien. Der UVNord-Präsident betonte, dass dazu auch die schnellere Abschiebung derer beitragen könne, deren Asylantrag belastbar negativ beschieden sei.

„Ein probates Instrument der Integration ist für die Arbeitgeber in Schleswig-Holstein die Vermittlung in Arbeit und Ausbildung. Dafür müssen sprachliche Barrieren überwunden werden und Deutsch-Kurse ab dem 1. Tag zur Verfügung stehen. Wünschenswert wäre außerdem eine vorläufige Arbeitserlaubnis für alle Asylsuchenden, die voraussichtlich anerkannt werden. Denn von den Asylantragstellern ist nach den Daten der Bundesagentur für Arbeit im Schnitt jeder Fünfte Akademiker und jeder Dritte Facharbeiter“, so Wachholtz.

UVNord wird sich mit einem Maßnahmenbündel an der verstärkten Integration von Flüchtlingen in Arbeit in Schleswig-Holstein beteiligen:

  1. UVNord wird sich mit einem Appell an die Mitglieder wenden, um nach besten Kräften eine hohe Zahl an neuen Aus- und Arbeitsplätzen für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. 

  2. UVNord wird bis zur Mitte des Jahres ein landesflächendeckendes Beratungsnetzwerk für Unternehmen installieren, die bereit sind, Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit zu übernehmen. 

  3. UVNord wird einen Leitfaden zur Beschäftigung von Flüchtlingen erarbeiten, der erstmals auch Nicht-Mitgliedsunternehmen der Verbände zur Verfügung gestellt wird. 

  4. UVNord wird einen zentralen Flüchtlingsbeauftragten für die Arbeitgeber installieren, der die arbeitgeberseitigen Interessen und Willensbekundungen gegenüber Politik und Verwaltung bündelt und koordiniert. Er steht auch der Landesregierung, den Ministerien, den Behörden und dem Flüchtlingsrat genauso zur Verfügung wie dem Landessportverband, damit eine tatsächliche Integration nicht nur in Arbeit, sondern in der Freizeit auch im Sport gelingen kann. 

  5. UVNord wird zudem ein Informationsblatt für ankommende Flüchtlinge entwerfen, das sie nicht nur willkommen heißt, sondern das ihnen konkret Ansprechpartner für eine künftige Ausbildungs- und Arbeitsaufnahme in Unternehmen nennt und das darüber hinaus Hinweise zur Orientierung der Arbeitsuchenden parat hält. 


Die vorgenannten Maßnahmen werden in eine Zielvereinbarung einfließen. Sie sind als erste Hilfe gemeint und stellen keine abschließende Aufzählung künftiger Maßnahmen dar.

UVNord-Präsident Uli Wachholtz abschließend: „Uns ist es wichtig, dass das Signal der schleswig-holsteinischen Arbeitgeber an die künftigen Flüchtlinge ausgestrahlt wird, dass sie hier willkommen sind und wir alles daran setzen werden, sie so früh wie möglich in Ausbildung und Arbeit zu integrieren.“

06.05.2015


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