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Konjunkturperspektiven für 2017: Wachstum sichern!

Norddeutsche Wirtschaft erwartet von der Politik eine Verbesserung der wirtschatlichen Rahmenbedingungen im internationalen Wettbewerb


Hamburg. Die Jahresveranstaltung „Konjunkturperspektiven 2017“ von UVNord und IVH zur konjunkturellen Entwicklung der norddeutschen Wirtschaft im kommenden Jahr fand heute in Hamburg mit einem Vortrag von Prof. Dr. Henning Vöpel, Direktor Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), statt. Vor mehr als 150 geladenen Gästen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens sprachen die Spitzen von UVNord und IVH sowie weitere Unternehmer.
Mit dieser Traditionsveranstaltung der beiden Verbände zum Konjunkturausblick, diesmal in der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, stecken Experten zugleich den sozioökonomischen Datenkranz für kommende Tarifrunden ab. In den Vorträgen wurde Bezug genommen auf das diesjährige „Herbstgutachten“ von Wirtschaftsinstituten von Ende September 2016 sowie auf die Herbstprognose der „Wirtschaftsweisen“ der Bundesregierung von Anfang November dieses Jahres.  
Michael Westhagemann, Vorsitzender des Industrieverbands Hamburg (IVH) kommentierte die Konjunkturaussichten für 2017 wie folgt:  
„Das Wachstum unserer Weltwirtschaft verlangsamt sich. Das muss als Warnsignal verstanden werden. Wir müssen uns verstärkt auf die Triebfedern unserer Wirtschaftskraft konzentrieren, das heißt auch auf die Zukunftsfelder Elektrifizierung und Digitalisierung. Ferner gilt es, die Exportchancen unserer Industrie langfristig zu sichern.
Dafür sind politische Rahmenbedingungen durch die Bundesregierung notwendig, damit unsere Unternehmer im internationalen Wettbewerb nicht weiterhin einseitig durch zusätzliche Auflagen, nur für deutsche Unternehmer innerhalb der EU, benachteiligt werden. Die Flexibilität am Arbeitsmarkt muss zunehmen und darf durch Verschärfungen im Arbeitsrecht nicht weiter abgebaut werden.
Gleichzeitig müssen wir die Energiewende meistern. Dafür liefert das Projekt Norddeutsche Energiewende NEW 4.0 die Blaupause.
Die Hamburger Industrie wird auch künftig ihren gesellschaftlichen Beitrag leisten als Konjunkturmotor für den norddeutschen Raum. Wir verstehen uns weiterhin als Auftraggeber für andere Branchen, als Innovationstreiber und Impulsgeber für Forschung und Entwicklung, nicht zuletzt, als größter Arbeitgeber und Ausbilder der Stadt."



UVNord-Präsident Uli Wachholtz erklärte:

„Nach einer Reihe von relativ schwachen Jahren wird sich die Weltwirtschaft im Jahr 2017 etwas dynamischer entwickeln, immer vorausgesetzt, dass nicht politische Unsicherheiten und Risiken hemmend auf die Entwicklung einwirken.  

In Deutschland erwarten wir für das fast abgelaufene Jahr 2016 ein Wachstum von ca. 1,8 Prozent. Diese Marke wird in 2017 aber nicht zu erreichen sein. Allein das Mehr an Feiertagen 2017 bremst schon um 0,3 Prozent. Wie in 2016 wird auch 2017 der private Konsum den größten Anteil am Wachstum haben.

Für den Erhalt des Wohlstandes brauchen wir deutlich mehr Wachstum, deshalb sollten wir in Deutschland und damit auch im Norden für eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Sorge tragen. Mittelstand und Industrie warten auf konkrete Schritte wie Entbürokratisierung und mehr Investitionen in die Infrastruktur."

Prof. Dr. Henning Vöpel, Direktor und Geschäftsführer des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) sagte in seinem Expertenvortrag:

„Die Konjunktur in Hamburg und Norddeutschland zeigt sich im Gleichlauf mit der deutschen Konjunktur weiter aufwärtsgerichtet. Sie ist jedoch stark vom Binnenkonsum getrieben und darf daher nicht über die mittelfristigen strukturellen Risiken hinwegtäuschen. Die weltwirtschaftlichen Verschiebungen, die digitale Transformation, das Fachkräfteangebot und die infrastrukturelle Modernisierung stellen gerade an die norddeutsche Wirtschaft und deren internationale Wettbewerbsfähigkeit hohe Anforderungen.“

Konjunkturperspektiven für 2017: Wachstum sichern als PDF


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