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Vor Gespräch von Bundesminister Dobrindt mit norddeutschen Regierungschefs

Wirtschaft fordert: Hafenhinterlandanbindungen an künftigen Bedarf anpassen und Breitbandausbau sicherstellen

Die Hafenhinterlandanbindungen über Straße, Wasserstraße und Schiene müssen dringend an zukünftige Bedürfnisse angepasst werden. Das fordert das Unternehmerkuratorium Nord (UKN) unter Beteiligung von UVNord – der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein in einem Brief an Bundesverkehrsminister Dobrindt vor dessen Gespräch mit den fünf norddeutschen Regierungschefs am 16.10.2015. „Die Umschlagsprognose 2030 zeigt für die deutschen Seehäfen einen anhaltenden Wachstumstrend. Die Umschlagsvolumen der deutschen Häfen werden insgesamt von rund 270 Mio. Tonnen in 2010 auf rund 470 Mio. Tonnen zunehmen“, betont UVNord-Präsident Uli Wachholtz. Die Zunahme der Verkehre von und zu den Seehäfen ist damit für die gesamte deutsche Wirtschaft von herausragender Bedeutung, so Wachholtz weiter. Gemeinsam sprechen sich die Präsidenten der norddeutschen IHKs und Unternehmensverbände in dem Brief dafür aus, die knappen Mittel für die Infrastruktur insbesondere auf die Hafenhinterlandverkehre zu konzentrieren.

Eine Aufstockung der Mittel – über die Versteigerungserlöse der Funkfrequenzen hinaus – sei auch für den Breitbandausbau unerlässlich. „Ohne eine leistungsfähige und flächendeckende Breitband- und Kommunikationsstruktur ist eine Weiterentwicklung der Wirtschaft nicht möglich. Die Digitalisierung wird die gesamte Arbeitswelt und alle Wirtschaftsbereiche betreffen. Sie bringt Herausforderungen mit sich, vor allem aber große Chancen für den Standort Deutschland. Das gilt nicht nur mit Blick auf eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, sondern auch hinsichtlich neuer Beschäftigungsmöglichkeiten“, unterstrich der UVNord-Präsident. Das gelte insbesondere für die mittelständischen Unternehmen, die in Norddeutschland großenteils im ländlichen Raum angesiedelt seien.

Hintergrund: Das Unternehmerkuratorium Nord besteht aus den fünf Präsidenten/ Repräsentanten der Industrie- und Handelskammern sowie den vier Präsidenten/Repräsentanten der Unternehmensverbände Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nord (Hamburg und Schleswig-Holstein).

UVNord ist der wirtschafts- und sozialpolitische Spitzenverband der norddeutschen Wirtschaft. UVNord vertritt über seine 84 Mitgliedsverbände die Interessen von mehr als 41.000 Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein, in denen heute rund 1,55 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung finden. UVNord ist zugleich die schleswig-holsteinische Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

16.10.2015


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