Aktuelles

Norddeutsche Wirtschaft präsentiert sich im Frühjahr 2016 in überwiegend guter Verfassung

Gedämpfte Erwartungen für weiteren Jahresverlauf

UVNord-Präsident Wachholtz: Politische Rahmenbedingungen drücken auf die Stimmung!

Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt erfreulich stabil


Kiel. „Die norddeutsche Wirtschaft präsentiert sich im Frühjahr 2016 in überwiegend solider Verfassung. Die gegenwärtige wirtschaftliche Situation hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. Als Gründe für die positivere Situation werden Auftragsüberhänge aus dem Vorjahr, die nach wie vor stabile Konsumlaune sowie niedrige Rohstoff- und Energiepreise genannt. Belastend wirken das rückläufige Russland-Geschäft, der Fachkräftemangel sowie steigende Personalkosten. Die weiteren Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2016 sind etwas gedämpfter. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich für die Unternehmen verschlechtert. Immer weitere Belastungen machen Produktivitätssteigerungen fast unmöglich, aber diese werden gebraucht, um auf dem Weltmarkt auch zukünftig konkurrenzfähig zu sein. Die Arbeitgeber benötigen dringend ein klares Signal für die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Themen wie Mindestlohn, Vergabegesetze, Regulierungen von Werkverträgen und Zeitarbeit sowie Entgeltgleichheit engen den Spielraum immer weiter ein und drücken auf die Stimmung.“
Dieses Resümee aus der UVNord-Konjunkturumfrage in Schleswig-Holstein und Hamburg zog UVNord-Präsident Uli Wachholtz auf der Frühjahrspressekonferenz seiner Organisation.

Das Gesamtergebnis der Frühjahrsumfrage zeigt, dass die norddeutsche Wirtschaft insgesamt mit soliden Ergebnissen ins neue Jahr gestartet ist.

29 % der befragten Unternehmen bezeichnen ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation im Vergleich zum Vorjahr als besser, 57 % als unverändert und 14 % als schlechter im Vergleich zum Vorjahr.

35 % der befragten Unternehmen verzeichnen einen steigenden Auftragseingang im 1. Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Die Auftragserwartung für das 2. Quartal ist im Vergleich zum 1. Quartal dieses Jahres ebenso positiv. 39 % der befragten Unternehmen rechnen mit einem steigenden Auftragseingang und weitere 53 % erwarten einen gleichbleibend hohen Auftragseingang.

Nach der Einschätzung von 34 % der befragten Unternehmen wird das Wirtschaftsjahr 2016 besser verlaufen als das Vorjahr. 53 % der befragten Unternehmen sehen keine wesentlichen Veränderungen und 13 % erwarten einen schlechteren Verlauf im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamterwartung für den Jahresverlauf ist damit etwas gedämpfter als die aktuelle Situation.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist erfreulich stabil. Es werden vermehrt sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen.

Im Branchenvergleich sticht hervor, dass sich die Situation in der Metall- und Elektro-Industrie nach den Ergebnissen einer gemeinsamen Umfrage von NORDMETALL und dem AGV Nord im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert hat. Die Branche ist in diesem Frühjahr konjunkturelles Schlusslicht.

Die vollständigen Ergebnisse der Frühjahrsumfrage können unter www.uvnord.de abgefordert werden.

UVNord ist der wirtschafts- und sozialpolitische Spitzenverband der norddeutschen Wirtschaft und vertritt über die bislang angeschlossenen 86 Mitgliedsverbände die Interessen von mehr als 41.000 Unternehmen, die in beiden Bundesländern mehr als 1,55 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geben. UVNord ist zugleich die schleswig-holsteinische Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

PD Konjunkturumfrage FPK 2016 Zusammenfassung PDF
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