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Zukunftsimpulse für Metropolregion Hamburg

Hamburg. Zu einem Spitzengespräch kamen heute Vertreter von UVNord und der Ham­burger FDP im Hafen-Klub zusammen. Inhalt des Termins, zu dem sich die Mitglieder der Unternehmensverbände Nord sowie der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft als auch des Parteivorstandes der FDP Hamburg trafen, waren die Themen Infrastruktur, Einzelhandel und Mittelstand, Zukunft der Metropolregion sowie Bildungs- und Arbeits­marktpolitik.

Dazu sagt die Vorsitzende der FDP-Bürgerschaftsfraktion und der FDP Hamburg,

Katja Suding:

„Hamburg als Wirtschaftsstandort und Hafenstadt ist für die gesamte deutsche Wirtschaft von herausgehobener Bedeutung. Gemeinsam mit den Unternehmensverbänden wollen wir Freie Demokraten Zukunftsimpulse für eine innovative Wirtschaftspolitik für die Metropol­region Hamburg setzen. In den vergangenen Jahren wurden viele Themen wie etwa der Ausbau der digitalen Infrastruktur, die Zukunft des Hafens als auch die Förderung des inner­städtischen Einzelhandels und des Mittelstandes vernachlässigt. Als die wichtigste Metro­polregion im Norden und Tor zur Welt können wir uns eine Standort- und Wirtschaftspolitik mit angezogener Handbremse aber nicht leisten.

Es gilt, den Unternehmen die notwendigen Rahmenbedingungen für eine digitale Zukunft bereitzustellen. Bürokratie und Belastungen müssen verringert und so der Wirtschaft wieder mehr Raum zur Entfaltung geben werden – beispielsweise durch eine intensivere Zusam­menarbeit der Behörden über die Ländergrenzen hinweg. Schließlich muss durch Techno­logieoffenheit und Innovationsfähigkeit weiteres Wachstum ermöglicht werden. Wir brauchen die weltbeste Bildung für unsere Schüler und Studenten, damit sie unsere Unter­nehmen weiterbringen und eine offene Gründerkultur, um bei diesen jungen Menschen selbst auch die Lust auf Unternehmertum zu wecken. Die Metropolregion Hamburg hat großes Potential. Gemeinsam wollen wir dieses Potential heben und den gesamten Norden länderübergreifend weiterentwickeln.“

Dazu unterstreicht UVNord-Präsident Uli Wachholtz:

"Grundsätzlich sind die Unternehmen für ihren wirtschaftlichen Erfolg selbst zuständig, der Rahmen aber, der sie umgibt, wird von der Politik gesetzt. Und hier kann es nur heißen, die Stärken Hamburgs weiter zu stärken, insbesondere was den Hafen und das Luftfahrtcluster betrifft.

Im Projekt Metropolregion sitzt die Wirtschaft endlich mit am Tisch.

Den Schulfrieden zu erhalten, die Qualität von Unterricht zu erhöhen, die Abbrecherquoten zu vermindern sowie den Schülern digitale Kompetenzen zu vermitteln, das sind für die Wirtschaft die Kernpunkte einer soliden Schulpolitik.

Die Digitalisierung im Hafen voranzutreiben, die Verkehrsinfrastruktur weiter zu ertüchtigen und endlich ein flächendeckendes Baustellenmanagement einzurichten oder, wenn es in Ansätzen vorhanden ist, dieses zu verbessern. Dies alles sind langjährige Forderungen von UVNord.

Außerdem sollte der Mittelstand stärker in den Fokus der Wirtschaftspolitik gelangen. Zudem stellt sich die Frage ob Hamburg dauerhaft eine derart hohe Anzahl an Großveran­staltungen verträgt. Hier wird die Grenze der Belastbarkeit seit längerem getestet, die Wirtschaft und die Entwicklung im Einzelhandel werden schon jetzt zum Teil erheblich beeinträchtigt.

Vorankommen müssen wir auch bei der Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Bestrebungen, dass die Hochschulen in Hamburg zumindest untereinander wieder ins Gespräch kommen sollen, reichen für eine zukunftsgerichtete Wissenschaftspolitik nicht aus.

Es gibt noch viel Entwicklungspotential, nicht zuletzt auch in der länderübergreifenden Zusammenarbeit. Nur gemeinsam können wir Hamburg und damit den gesamten Norden stärken."

UVNord ist der wirtschafts- und sozialpolitische Spitzenverband der norddeutschen Wirtschaft. UVNord vertritt über seine 86 Mitgliedsverbände die Interessen von mehr als 42.300 Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein in denen heute rund 1,56 Millio­nen Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung finden. UVNord ist zugleich die schleswig-holsteinische Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

 

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