Presse

Gute Stimmung in norddeutscher Wirtschaft

2017 hat die bisherigen Erwartungen
der Unternehmen größtenteils erfüllt

Investitionsbereitschaft nimmt wieder leicht Fahrt auf

UVNord-Präsident Wachholtz: Die Unternehmen haben immer größere Schwierigkeiten ihren Personalbedarf zu decken.
Der Fachkräftemangel kostet bereits Wachstum!

Hamburg. „Die norddeutsche Wirtschaft präsentiert sich im Herbst 2017 in guter Verfassung. Das Jahr 2017 hat die bisherigen wirtschaftlichen Erwartungen erfüllt, mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (53 %) beurteilen die gegenwärtige Geschäftslage als gut und weitere 37 % als befriedigend. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten 39 % der befragten Unternehmen einen gestiegenen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Der Ausblick auf die nächsten sechs Monate ist nicht ganz so euphorisch. 29 % der befragten Unternehmen erwarten höhere Umsätze aber 61 % gleichbleibend hohe. Die Investitionsbereitschaft konnte wieder etwas an Fahrt gewinnen. 30 % der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionen erhöhen und weitere 55 % operieren mit unveränderten Budgets. Der Fachkräftemangel wirkt sich immer stärker aus. 45 % der befragten Unternehmen berichten von einer höchst unbefriedigenden Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften und weitere 28 % geben an, dass qualifizierte Fachkräfte schlecht verfügbar seien. Der Fachkräftemangel kostet heute schon Wachstum. Zum Teil müssen sogar Aufträge von Unternehmen abgelehnt werden, weil sie keine zusätzlichen Arbeitskräfte finden. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin erfreulich stabil, die Unternehmen schaffen weiterhin sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.“

Dieses Resümee aus der UVNord-Herbst-Konjunkturumfrage in Hamburg und Schleswig-Holstein zog UVNord-Präsident Uli Wachholtz auf der Pressekonferenz seiner Organisation.

Das Gesamtergebnis der Herbstumfrage zeigt, dass die norddeutsche Wirtschaft auf ein gutes Geschäftsjahr 2017 blickt.

53 % der befragten Unternehmen beurteilen die gegenwärtige Geschäftslage als gut, weitere 37 % als befriedigend, 8 % als unbefriedigend und nur 2 % als schlecht.

Die Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr sind ebenfalls optimistisch. 39 % der befragten Unternehmen erwarten einen gestiegenen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr, 47 % gehen von gleich hohen Umsätzen aus und 14 % erwarten Umsatzrückgänge.

Die Umsatzerwartungen für die nächsten sechs Monate sind verhaltener. 29 % der befragten Unternehmen erwarten für das nächste halbe Jahr höhere Umsätze, 61 % gleich­bleibend hohe und 10 % niedrigere Umsätze.

Die Investitionsbereitschaft konnte etwas an Fahrt gewinnen. 30 % der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionen erhöhen und 55 % operieren mit unveränderten Budgets.

Im Branchenvergleich zeigt sich, dass die Chemische Industrie leicht überdurchschnittliche Zahlen vermeldet.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den nächsten drei Monaten ist erfreulich stabil. Die Unternehmen schaffen auch weiterhin sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.

Die Situation im Hinblick auf die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften spitzt sich weiter zu. 45 % der befragten Unternehmen berichten von einer unbefriedigenden Verfügbarkeit und weitere 28 % geben an, dass qualifizierte Fachkräfte in Hamburg und Schleswig-Holstein schlecht verfügbar seien.

Die vollständigen Ergebnisse der Blitzumfrage können unter www.uvnord.de abgefordert werden.

UVNord ist der wirtschafts- und sozialpolitische Spitzenverband der norddeutschen Wirtschaft und vertritt über seine 86 Mitgliedsverbände die Interessen von mehr als 43.000 Unternehmen, die in Hamburg und Schleswig-Holstein rund 1,56 Millionen Menschen beschäftigen. UVNord ist zugleich die schleswig-holsteinische Landesvertretung des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI).

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Vollständige Ergebnisse der Konjunkturumfrage als PDF