Aktuelles


Die Wirtschaft in Schleswig-Holstein und Hamburg trauert um

Konsul Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann


Mit Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann verliert Deutschland, verliert der Norden, eine bedeutende Unternehmerpersönlichkeit und einen der erfolgreichsten Wirtschaftsführer. Er war von 1998 bis 2009 Präsident der Spitzenverbände der Wirtschaft im Norden. Seine fundierten wirtschaftlichen und politischen Kenntnisse mach­ten ihn zum gesuchten Gesprächspartner der Politik, der Wissen­schaft, der Bundeswehr und anderer gesellschaftlichen Gruppen. Eine Vielzahl großer Auszeichnungen, die er zu Lebzeiten erhielt, drücken nur unvollständig seine Verdienste für das Gemeinwohl aus. Er setzte sich für eine zukunftsfähige Schul- und Bildungspolitik genauso ein, wie für die Förderung des politischen Nachwuchses über alle Parteigrenzen hinweg. Sein Name bleibt eng verbunden mit der Fusion der beiden Landesvereinigungen von Hamburg und Schleswig-Holstein, die er zur heutigen UVNord im Jahr 2000 zusammenführte.

Wir trauern mit der Familie und werden sein Andenken stets in Ehren halten.

Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e. V. (UVNord) – BDI-Landesvertretung Schleswig-Holstein

Uli Wachholtz          Michael Thomas Fröhlich
Präsident          Hauptgeschäftsführer




Traueranzeige als PDF 


Norddeutsche Wirtschaft präsentiert sich im Frühjahr 2016 in überwiegend guter Verfassung

Gedämpfte Erwartungen für weiteren Jahresverlauf

UVNord-Präsident Wachholtz: Politische Rahmenbedingungen drücken auf die Stimmung!

Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt erfreulich stabil


Kiel. „Die norddeutsche Wirtschaft präsentiert sich im Frühjahr 2016 in überwiegend solider Verfassung. Die gegenwärtige wirtschaftliche Situation hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. Als Gründe für die positivere Situation werden Auftragsüberhänge aus dem Vorjahr, die nach wie vor stabile Konsumlaune sowie niedrige Rohstoff- und Energiepreise genannt. Belastend wirken das rückläufige Russland-Geschäft, der Fachkräftemangel sowie steigende Personalkosten. Die weiteren Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2016 sind etwas gedämpfter. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich für die Unternehmen verschlechtert. Immer weitere Belastungen machen Produktivitätssteigerungen fast unmöglich, aber diese werden gebraucht, um auf dem Weltmarkt auch zukünftig konkurrenzfähig zu sein. Die Arbeitgeber benötigen dringend ein klares Signal für die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Themen wie Mindestlohn, Vergabegesetze, Regulierungen von Werkverträgen und Zeitarbeit sowie Entgeltgleichheit engen den Spielraum immer weiter ein und drücken auf die Stimmung.“
Dieses Resümee aus der UVNord-Konjunkturumfrage in Schleswig-Holstein und Hamburg zog UVNord-Präsident Uli Wachholtz auf der Frühjahrspressekonferenz seiner Organisation.

Das Gesamtergebnis der Frühjahrsumfrage zeigt, dass die norddeutsche Wirtschaft insgesamt mit soliden Ergebnissen ins neue Jahr gestartet ist.

29 % der befragten Unternehmen bezeichnen ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation im Vergleich zum Vorjahr als besser, 57 % als unverändert und 14 % als schlechter im Vergleich zum Vorjahr.

35 % der befragten Unternehmen verzeichnen einen steigenden Auftragseingang im 1. Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Die Auftragserwartung für das 2. Quartal ist im Vergleich zum 1. Quartal dieses Jahres ebenso positiv. 39 % der befragten Unternehmen rechnen mit einem steigenden Auftragseingang und weitere 53 % erwarten einen gleichbleibend hohen Auftragseingang.

Nach der Einschätzung von 34 % der befragten Unternehmen wird das Wirtschaftsjahr 2016 besser verlaufen als das Vorjahr. 53 % der befragten Unternehmen sehen keine wesentlichen Veränderungen und 13 % erwarten einen schlechteren Verlauf im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamterwartung für den Jahresverlauf ist damit etwas gedämpfter als die aktuelle Situation.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist erfreulich stabil. Es werden vermehrt sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen.

Im Branchenvergleich sticht hervor, dass sich die Situation in der Metall- und Elektro-Industrie nach den Ergebnissen einer gemeinsamen Umfrage von NORDMETALL und dem AGV Nord im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert hat. Die Branche ist in diesem Frühjahr konjunkturelles Schlusslicht.

Die vollständigen Ergebnisse der Frühjahrsumfrage können unter www.uvnord.de abgefordert werden.

UVNord ist der wirtschafts- und sozialpolitische Spitzenverband der norddeutschen Wirtschaft und vertritt über die bislang angeschlossenen 86 Mitgliedsverbände die Interessen von mehr als 41.000 Unternehmen, die in beiden Bundesländern mehr als 1,55 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geben. UVNord ist zugleich die schleswig-holsteinische Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

PD Konjunkturumfrage FPK 2016 Zusammenfassung PDF
PD Konjunkturumfrage FPK 2016 PDF


29.04.2016



Die Arbeit der Landesregierung erfüllt noch nicht die Erwartungen der schleswig-holsteinischen Wirtschaft

Zustimmungswerte haben sich aber erneut leicht verbessert UVNord-Präsident Wachholtz: Die Zeit ist reif für deutliche Signale für eine mittelstandsfreundliche Politik! Kiel. „Die Erwartungen der schleswig-holsteinischen Wirtschaft sind erneut noch nicht erfüllt worden. Schleswig-Holsteins Wirtschaft ist nach wie vor unzufrieden mit der Arbeit der Landesregierung. Auch wenn sich gegenüber der letzten Umfrage aus dem Sommer 2015 die Zustimmungswerte zur Arbeit der Regierungskoalition verbessert haben (von 30 % auf 34 %) ist die Kritik nach wie vor stark ausgeprägt. Der Wirtschaft fehlen nach wie vor deutliche Signale für eine mittelstandsfreundliche Politik und insbesondere die immer neuen Pannen beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bereiten den Unternehmen große Sorge. Insbesondere die Hängepartie um die A20 erzeugt deutlich Missmut bei den befragten Unternehmen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Haushaltspolitik, die trotz höchster Steuereinnahmen nicht ausreichend von Haushaltsdisziplin und Schuldenabbau geprägt ist. Positiv genannt werden der Flüchtlingspakt des Landes sowie die Fachkräfteinitiative „Zukunft im Norden“ und die jüngst gegründete „Allianz für Industrie“, die aber noch mit Leben gefüllt werden muss. Die Arbeit des Ministerpräsidenten überzeugt die befragten Unternehmen immer noch nicht. Lediglich 20 % (Sommer 2015: 17 %) der befragten Unternehmen bewerten die Arbeit des Ministerpräsidenten als gut. Die befragten Unternehmen fordern von ihm mehr wirtschaftspolitische Akzente sowie ein stärkeres Engagement in der norddeutschen Zusammenarbeit, insbesondere bei der Abschaffung des Gastschulabkommens. Außerdem haben viele Unternehmen den Eindruck, dass der Ministerpräsident zu sehr wiederwahlorientiert und derzeit nur im „Flüchtlings-Modus“ sei.

 

Die länderübergreifende Zusammenarbeit mit Hamburg hat sich aus Sicht der Unternehmen deutlich verbessert. Während im Sommer 2015 24 % der befragten Unternehmen die derzeitige Zusammenarbeit Schleswig-Holsteins mit Hamburg mit gut bewerteten, sind es im Frühjahr 2016 immerhin schon 47 %. Die befragten Unternehmen vermelden positiv, dass nach der länderübergreifenden Zusammenarbeit bei dem Thema „Olympia“ und der gemeinsamen Aktivitäten zur Lösung der Probleme um die HSH Nordbank ein stärkeres Aufeinanderzugehen beider Länderregierungen stattgefunden habe. Die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik erachten die befragten Unternehmen aber als noch ausbaufähig.“
Dieses Resümee aus der Politikumfrage zog UVNord-Präsident Uli Wachholtz auf der Frühjahrspressekonferenz seiner Organisation.

Die einzelnen Ressorts wurden höchst unterschiedlich bewertet. Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass das Innenministerium, das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sowie das Ministerium für Justiz, Europa und Kultur die höchsten Zustimmungswerte erfahren haben.

Platz 1: Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten
Platz 2: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume
Platz 3: Ministerium für Justiz, Europa und Kultur
Platz 4: Finanzministerium
Platz 5: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie
Platz 6: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung
Platz 7: Ministerium für Schule und Berufsbildung

Die Bewertungen der befragten Unternehmen bezüglich der weiteren Ministerien sowie die vollständigen Ergebnisse der Umfrage können unter www.uvnord.de abgefordert werden.

UVNord ist der wirtschafts- und sozialpolitische Spitzenverband der norddeutschen Wirtschaft. UVNord vertritt über seine 86 Mitgliedsverbände die Interessen von über 41.000 Unternehmen, die in Hamburg und Schleswig-Holstein 1,55 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bieten. UVNord ist zugleich die schleswig-holsteinische Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

PD Politikumfrage in Schleswig-Holstein FPK 2016 - Zusammenfassung PDF
PD Politikumfrage in Schleswig-Holstein FPK 2016 PDF

29.04.2016


Norddeutsche Wirtschaft trauert um Konsul Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann

Hamburg/Rendsburg. Mit großer Bestürzung und in tiefer Trauer müssen die Verbände der Norddeutschen Wirtschaft Kenntnis davon nehmen, dass am gestrigen Dienstagabend, den 26. April 2016 ihr langjähriger Präsident in Elmshorn im Alter von 68 Jahren verstorben ist.

„Mit Hans Heinrich Driftmann verliert Deutschland, verliert der Norden, eine bedeutende Unternehmerpersönlichkeit und einen der erfolgreichsten Wirtschaftsführer. Auch persönlich verliere ich mit meinem direkten Amtsvorgänger einen sehr guten Freund. Hans Heinrich Driftmann war ein gesuchter Ratgeber für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, die Bundeswehr und vor allem für seine Verbände, die der im Jahr 2000 in Hamburg und Schleswig-Holstein zur heutigen UVNord zusammen führte. Eine Vielzahl großer Auszeichnungen, die er zu Lebzeiten erhielt, drücken nur unvollständig seine Verdienste für das Gemeinwohl aus. Er setzte sich für eine zukunftsfähige Schul- und Bildungspolitik genauso ein, wie für die Förderung des politischen Nachwuchses über alle Parteigrenzen hinweg. Als Präsident von UVNord bis zum Jahr 2009 lag ihm nicht nur die Fortentwicklung der Infrastruktur am Herzen, sondern vor allem auch eine gelebte soziale Marktwirtschaft bei der die Beschäftigten am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt werden. Wachstum und Beschäftigung, sozialer Friede und eine gute Zukunft der Schulabgänger von morgen bewegten sein über die Maßen großes ehrenamtliches Engagement, das er neben seiner erfolgreichen Tätigkeit für die Peter Kölln Werke in Elmshorn täglich auf sich nahm.
Sein großes Pflichtbewusstsein, die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung führten zu Recht dazu, dass er im Jahre 2009 vom Norden nach Berlin wechselte und zum Präsidenten des Deutschen Industrie und Handelskammer Tages gewählt wurde. Seinen Norddeutschen Verbänden blieb er bis zuletzt eng verbunden und wirkte in seiner Funktion als Vize-Präsident von UVNord nachhaltig in den Gremien mit. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen vielen Weggefährten. Seinem Wirken werden wir stets ein ehrendes Andenken bewahren. Hans Heinrich Driftmann bleibt unvergessen“, so UVNord-Präsident Uli Wachholtz in einer ersten Reaktion.

Pressemitteilung als PDF

27.04.2016