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UVNord-Präsident Uli Wachholtz und SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli im Dialog

Rendsburg. Im Rahmen der Sommertour kam die Landesvorsitzende der SPD Schleswig-Holstein Serpil Midyatli mit UVNord-Chef Uli Wachholtz in Rendsburg zusammen. In dem vertraulichen Gespräch wurden beide sich schnell darüber einig, dass in der Bewältigung der Pandemie in Schleswig-Holstein die Bundesagentur für Arbeit einschließlich der Regionaldirektion Nord, aber auch die Jobcenter einen hervorragenden Job gemacht haben. Kurzarbeit wurde unbürokratisch schnell bearbeitet und ausgezahlt. Der Stellenwert von Wirtschaft und Arbeit wurde in diesem Spitzengespräch besonders betont. Auch aus Sicht von UVNord-Präsident Uli Wachholtz bleibt es weiterhin wichtig, die Krise nach der Krise zu bewältigen und gezielt dem Mittelstand in Schleswig-Holstein zu helfen. Eine mögliche Verlängerung von Kurzarbeit kann darüber hinaus einen Beitrag leisten, die Folgen der Krise in der Luftfahrtindustrie zu mildern. Die Auswirkungen, die hier auch auf Schleswig-Holsteins Zulieferer zukommen, sind in ihrer Gänze noch gar nicht abschätzbar.

Sowohl Wachholtz als auch Midyatli waren sich darüber einig, dass es in Schleswig-Holstein, aber auch auf Bundesebene keines bedingungslosen Existenzeinkommens bedarf. Überlegungen hierzu sind kontraproduktiv und gefährden das Grundprinzip von Fördern und Fordern.

„Wenn wir jungen Menschen eine Perspektive in Ausbildung und Arbeit geben wollen, bedarf es gerade keines bedingungslosen Grundeinkommens, wie einige Bereiche der Politik es heute fordern. Sie sind zudem ein Schlag ins Kontor aller Beschäftigten,“ so UVNord-Präsident Uli Wachholtz.

Die SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli verdeutlichte: „Die Stimmung bei den Unternehmen im Land ist verhalten optimistisch. Dafür sind die schnelle Auszahlung der Soforthilfen und die zügige Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes durch die Bundesagentur für Arbeit entscheidend gewesen. Herzlichen Dank an alle, die dafür viele Überstunden gemacht haben! Dennoch droht jetzt die Krise nach der Krise. Noch immer gibt es große Umsatzausfälle. Deshalb brauchen wir nach der Sommersaison und dem Anlaufen des Konjunkturpakets einen Kassensturz, um zu schauen, wo wir staatliche Hilfen nachjustieren müssen. Wir kämpfen weiterhin um jedes Unternehmen und jeden Arbeitsplatz. Bei vielen Unternehmen ist das Eigenkapital aufgezehrt. Deshalb sollte ein Teil der ausgezahlten Kredite am Ende des Jahres in Zuschüsse umgewandelt werden, damit den Betrieben in den nächsten Jahren Luft zum Investieren bleibt.“

Abschließend appellierten beide an die Kommunen im Land, in der aktuellen Lage mit Augenmaß bei der Erhebung von Gewerbesteuer und Sondernutzungsgebühren vorzu­gehen. Jede Entlastung für die Unternehmen verschaffe diesen Luft zum Atmen und helfe durch die Krise zu kommen.

UVNord (von rechts: UVNord-Präsident Uli Wachholtz, SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli, UVNord-Hauptgeschäftsführer Michael Thomas Fröhlich)

 

07.07.2020

 

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